Kohlenmonoxid riechst du nicht und siehst du nicht. Du merkst es erst an Kopfschmerzen, und genau dann schläfst du im warmen Bus ein.
Wer eine Standheizung oder einen Gaskocher im Camper hat, hängt einen CO-Melder dazu. Nimm einen mit EN 50291-2: Das ist der Teil der Norm für Wohnmobile, Wohnwagen und Boote. Der Ei Electronics Ei208D ist mit fest verbauter 10-Jahres-Batterie die solideste Wahl. Der FireAngel FA6812 kostet die Hälfte und kommt auch mit ins Zelt. Wo du ihn montierst, ist genauso wichtig wie welcher es wird.
Die Melder einzeln
Ei Electronics Ei208D: aufhängen und vergessen
EN 50291-1 und -2 · fest verbaute Lithiumbatterie für 10 Jahre · −10 bis +40 °C · Display · 85 dB · 5 Jahre Garantie
Ei Electronics baut seine Melder in Irland und ist in Deutschland eine der bekanntesten Marken, auch bei Elektrikern. Beim Ei208D lässt sich die Batterie nicht tauschen, und im Camper ist genau das ein Vorteil: keine leere Batterie nach dem Winterlager, und niemand klaut sie mal eben für die Fernbedienung. Das Display zeigt den CO-Wert, sobald er über 10 ppm liegt, und der Melder merkt sich, ob es einen Alarm gab, während du weg warst.
Laut Hersteller ist er ausdrücklich für Wohnwagen, Wohnmobil und Sportboote zugelassen. Mit 12 auf 10,5 Zentimeter ist er etwas größer als die kompakten Modelle, also vorher ausmessen, wo er hinpasst.
Kaufen, wenn: du einen festen Platz im Camper hast und zehn Jahre nicht mehr an Batterien denken willst.
Lieber nicht, wenn: du den Melder auch im Zelt oder in der Ferienwohnung nutzen willst. Ei schreibt selbst, dass er nicht für ständig wechselnde Orte gedacht ist.
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FireAngel FA3322: behält auch Feuchte und Temperatur im Blick
EN 50291-1 und -2 · fest verbaute Batterie für 10 Jahre · −10 bis +40 °C · Anzeige für Temperatur und Feuchte · 5 Jahre Garantie
Gleiches Prinzip wie beim Ei: fest verbaute Batterie, zehn Jahre Laufzeit, und laut FireAngel für Wohnwagen, Wohnmobile und Boote gedacht. Der Unterschied: Der FA3322 zeigt im Display auch Temperatur und Luftfeuchte an und piept, wenn einer der Werte zu hoch oder zu niedrig wird. Wer morgens Kondenswasser von den Scheiben wischt, weiß, dass das im Kastenwagen kein Luxus ist.
Du kannst ihn an die Wand schrauben oder einfach hinstellen. Er wiegt nur 121 Gramm und kostet ein paar Euro mehr als der Ei.
Kaufen, wenn: du in einem kleinen Bus schläfst und auch wissen willst, wann Lüften dran ist.
Lieber nicht, wenn: bei dir schon ein Hygrometer hängt. Dann bezahlst du etwas doppelt.
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FireAngel FA6812: günstig, zugelassen und schnell eingepackt
EN 50291-1 und -2 · 2× AA (über 3 Jahre) · Sensor 10 Jahre · −10 bis +40 °C · 146 g · 3 Jahre Garantie
Das ist der „Zwanziger“ aus unserem Ratgeber zur Diesel-Standheizung. FireAngel nennt ihn im Datenblatt ausdrücklich geeignet für Wohnmobile und Wohnwagen, und er ist zum Mitnehmen gebaut: an die Wand, aufs Regal oder in die Tasche für Ferienhaus und Zelt. Die AA-Batterien halten laut FireAngel über drei Jahre, der Sensor zehn.
Der Haken bei Wechselbatterien: Du musst selbst dran denken. Drück zu Beginn jeder Saison einmal die Testtaste.
Kaufen, wenn: du möglichst günstig einen zugelassenen Melder willst oder einen suchst, den du auch außerhalb des Campers nutzt.
Lieber nicht, wenn: dein Camper oft monatelang steht und du Batterien gern vergisst. Dann lieber ein Modell mit fester Batterie.
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X-Sense XC0N-SR: für unterwegs gebaut, aber nicht für Frost
EN 50291-1 und -2 · 2× AA (ca. 3 Jahre) · +4,4 bis +37,8 °C · Halterung, Tisch oder Schrauben · 184 g
X-Sense nennt ihn seinen ersten CO-Melder fürs mobile Leben. Er kommt mit Halterung, steht auch auf dem Tisch und hat beide Normen. Nur: Laut X-Sense arbeitet er erst ab 4,4 °C. In einem Camper, der im Winter draußen steht, oder in einer kalten Nacht mit ausgeschalteter Heizung liegt er damit außerhalb seiner eigenen Spezifikation.
Kaufen, wenn: du vor allem von Frühjahr bis Herbst reist und einen mobilen Melder willst, den du auch auf dem Campingplatz oder in der Ferienwohnung aufstellst.
Lieber nicht, wenn: du im Winter unterwegs bist oder den Camper draußen überwinterst. Dann sind FireAngel und Ei die bessere Wahl.
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Häufige Fragen
Brauche ich einen CO-Melder, wenn die Heizung sauber eingebaut ist?
Ja. Ein guter Einbau macht ein Leck unwahrscheinlicher, aber einen Riss im Abgasrohr, eine verstopfte Ansaugung oder das Abgas vom Nachbarn sieht von innen niemand. Außerdem kann Kohlenmonoxid von draußen reinkommen, etwa von einem Stromaggregat oder einem Grill neben dem Camper.
Was tun, wenn er Alarm schlägt?
Heizung und Kocher aus, Türen auf und raus an die frische Luft. Erst wieder rein, wenn der Melder ruhig ist und der Camper gut durchgelüftet ist. Hat jemand Kopfschmerzen, ist jemand übel oder benommen, ruf die 112. Danach erst die Ursache finden, bevor die Heizung wieder läuft.
Reicht nicht ein Rauchmelder?
Nein. Ein Rauchmelder reagiert auf Rauchpartikel, nicht auf Kohlenmonoxid. CO ist unsichtbar, geruchlos und entsteht gerade bei schlechter Verbrennung ohne Flamme oder Rauch. Für die Sicherheit im Camper brauchst du beide.
Kann ich einen Melder aus der Wohnung nehmen?
Besser als nichts, aber ein Melder für die Wohnung ist nicht auf Vibrationen, Kälte und Feuchtigkeit im Fahrzeug geprüft. Steht EN 50291-2 auf der Packung, weißt du sicher, dass er dafür gedacht ist.