Die Kapazität auf dem Karton bekommst du unterwegs nie ganz raus: Der Wechselrichter frisst mit, und die Kühlbox zieht am meisten. Rechne mit dem heißen Tag, nicht mit dem Schnitt.
Fürs Wochenende autark mit Kompressorkühlbox, Handys und Laptop reicht 1 kWh völlig. In dieser Klasse ist die Jackery Explorer 1000 v2 unser Favorit. Mehr lohnt sich erst, wenn du mehrere Tage ohne Landstrom stehst. Und wer im Bus praktisch wohnt, fährt mit einer fest verbauten Aufbaubatterie meist besser.
Die Geräte im Einzelnen
Jackery Explorer 1000 v2: die Größe, die zu den meisten Bussen passt
1.070 Wh · 1.500 W · LiFePO4 · ~10,8 kg · USB-C bis 100 W
Reicht übers Wochenende für Kühlbox, Licht und ein paar Laptops und ist noch leicht genug, um sie mal eben aus dem Bus zu heben. An der Steckdose ist sie laut Jackery in etwa einer Stunde voll, kurz vor der Abfahrt nachladen klappt also. Der Solareingang ist allerdings auf rund 400 Watt begrenzt. Im Sommer genügt das, im Winter solltest du dir davon nicht zu viel versprechen.
Einen Zusatzakku kann man nicht anschließen. Wer später mehr Kapazität will, nimmt gleich ein größeres Modell wie die E2000 v2.
Kaufen, wenn: du vor allem Wochenenden und kurze Urlaube fährst, ab und zu frei stehst und nichts fest einbauen willst.
Lieber nicht, wenn: du jetzt schon weißt, dass du später mehr Kapazität willst. Hier bleibt es bei dem, was drin ist.
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EcoFlow DELTA 3 Classic: mehr Leistung, schneller voll
1.024 Wh · 1.800 W · ~12,1 kg · kein 12-V-Ausgang
Von der Kapazität her in derselben Klasse wie die Jackery, aber mit mehr Leistung, und an der Steckdose ist sie in etwa einer Stunde voll. Einen Zusatzakku kannst du nicht anhängen, und einen 12-V-Ausgang für die Kühlbox hat sie auch nicht. Sie ist etwas schwerer und größer, und bei Amazon solltest du genau prüfen, welches Bundle du bestellst.
Kaufen, wenn: du gelegentlich Geräte mit hoher Anlaufleistung betreibst oder auf dem Campingplatz schnell nachladen willst.
Lieber nicht, wenn: jedes Kilo und jeder Zentimeter zählt. Dann ist die Jackery etwas handlicher.
EcoFlow DELTA 3 Classic bei Amazon.de
FOSSIBOT F1800: 1 kWh ohne Markenaufschlag
1.024 Wh · 1.800 W · LiFePO4 · ~11,3 kg · Solar bis ~500 W
Auf dem Papier so viel wie bei den großen Marken, oft für deutlich weniger Geld. Was fehlt, ist das Drumherum: weniger Zubehör, eine einfachere App und weniger Gewissheit beim Service in Europa. Achte also darauf, bei welchem Händler du bestellst.
Kaufen, wenn: für dich vor allem Wattstunden pro Euro zählen und dir der Markenname egal ist.
Lieber nicht, wenn: dir Service und Wiederverkaufswert wichtig sind. Dann ist Jackery oder EcoFlow die sicherere Wette.
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Jackery E2000 v2: wenn ein Wochenende nicht reicht
2.042 Wh · 2.200 W · LiFePO4 · ~17,5 kg · mit 12-V-Ladekabel fürs Auto
Doppelt so viel Energie wie die 1000er-Klasse. Sinnvoll, wenn ihr zu zweit eine Woche mit Kühlbox und Laptops unterwegs seid oder das Solarmodul nicht immer mitspielt. Aber fast achtzehn Kilo hebt man nicht mal eben, und für Kurztrips ist das vor allem teurer Ballast. Das verlinkte Set kommt mit einem DC8020-Kfz-Ladekabel, damit lädst du während der Fahrt an der 12-V-Dose nach.
Kaufen, wenn: du regelmäßig mehrere Tage ohne Landstrom stehst und keine Aufbaubatterie einbauen willst.
Lieber nicht, wenn: du meist nur übers Wochenende weg bist. Dann schleppst du Kapazität mit, die du nie nutzt.
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Oder doch eine feste Aufbaubatterie?
Eine Powerstation ist ideal, wenn der Bus auch Alltagsauto ist oder du nicht bohren und verkabeln willst. Wohnst du (fast) dauerhaft darin, mit Standheizung, Kühlbox und Licht auf 12 V, landest du bei einer festen LiFePO4-Batterie mit Ladebooster und Solarladeregler. Der Einbau ist mehr Arbeit, dafür bekommst du mehr Kapazität pro Euro und verlierst weniger Energie im Wechselrichter. Stehst du meist auf Campingplätzen mit Strom, reicht für die Tage dazwischen eine kleinere Powerstation.